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Plaut kaufen


14.01.2000
AC Research

Die Analysten von AC Research sehen nach den jüngst bekannt gewordenen Nachrichten ansehnliches Kurspotenzial für die Aktien von Plaut International (WKN 918703).

Zuletzt habe das Unternehmen zwei Übernahmen, drei Kooperation sowie die Eröffnung der ersten Niederlassung in Australien vermelden können, die allesamt als sehr positiv einzuschätzen seien:

Zunächst habe man die deutsche OSS Consulting übernommen, eine Gesellschaft, die ihre Kompetenzen vor allem in dem Bereich Chemie/Pharma habe und Plaut damit ein weiteres Geschäftsfeld sowie namhafte Großkunden, wie z.B. Hoechst, erschließe. Zudem verfüge OSS über attraktives Know-how in den Bereichen e-Business und Internet-Marketing, von denen das gesamte Unternehmen profitieren könne.

Zum zweiten habe Plaut die Mailänder I.T. & C. Consulting übernehmen können, ein Unternehmen, das bei einem anvisierten `99er Umsatz von ca. 11 Mio. DM hochprofitabel mit einer Umsatzrendite von 35% arbeite. Hierdurch werde die bestehende Niederlassung in dem Mittelmeerstaat deutlich erweitert, so dass nun auch dort alle Plaut-Produkte angeboten und sämtliche Felder des Consulting abgedeckt würden.


Ende letzten Jahres sei außerdem eine Kooperation mit dem e-Commerce-Softwarespezialisten und Branchenprimus Intershop geschlossen worden, so dass in Zukunft Plaut seinen Kunden Intershop-Produkte anbiete und Intershop seine Kunden, sofern diese Consultingbedarf haben, an Plaut vermittle. Vor allem die neueste Intershop-Entwicklung „Enfinity“ dürfte dabei für Umsatzpotenzial sorgen, weil das mit vielen Vorschußlorbeeren bedachte Produkt auf den Großkundenbereich abziele, in dem Plaut etwa zwei Drittel seiner Umsätze generiere.

Eine Kooperation ähnlicher Natur sei mit Siebel, dem weltweiten Marktführer für Customer-Relationship-Management (CRM)-Software, vereinbart worden. Auch hier werde man in Zukunft die Produkte des Softwarehauses weltweit vertreiben und den Siebel-Kunden gleichzeitig Consulting-Dienstleistungen anbieten. Wie der Bereich „e-Commerce“ sei auch die Sparte „CRM“ ein vollkommen neues Geschäftsfeld, mit denen Plaut, so Vorstand Volker Knotz, „schon in diesem Jahr 10 Prozent des Gesamtumsatzes erzielen“ möchte. Großes Potenzial bestehe hier vor allem in den Vereinigten Staaten, so die Analysten.

Zudem habe Plaut für seine Mittelstandslösungen WORKS den amerikanischen IT-Riesen IBM als weltweiten Vertriebspartner gewinnen können. Bei WORKS handle es sich um branchenspezifische Komplettpakete für Mittelständler, die aus Softwarekomponenten wie ERP, CRM usw. bestünden und von Plaut maßgeschneidert für den Kunden implementiert würden. Bislang sei das Produkt über eigene Vetriebskanäle vor allem in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und den USA erfolgreich verkauft worden, so dass Plaut hiermit etwa die Hälfte seiner Umsätze im Mittelstand generiere. Durch die Zusammenarbeit mit „Big Blue“ erschließe sich dem Unternehmen nun ein aller Voraussicht nach nicht zu verachtendes neues Marktpotenzial, das jedoch zahlenmäßig noch kaum zu beziffern sei.

Zu guter Letzt habe das Unternehmen zum 1.1.2000 eine 40 Berater starke Niederlassung in Australien gegründet und folge damit konsequent seiner globalen Expansionsstrategie. Schon in der Vergangenheit habe Plaut ein ums andere Mal bewiesen, dass es seine internationalen Zweigstellen schnell in schwarze Zahlen führen kann, so AC Research.

Aufgrund dieser ganzen Reihe an guten Nachrichten rechnen die Anlageexperten nunmehr damit, daß die ohnehin ambitionierten Planzahlen, die von einem Anstieg des EPS von 0,35 Euro im letzten auf 1,10 Euro im laufenden Geschäftsjahr ausgingen, sogar noch übertroffen werden dürften, auch wenn das genaue Umsatzpotenzial aus den zuletzt unternommenen Schritten noch kaum in Zahlen auszudrücken sei. Auch die beiden Unsicherheitsfaktoren „Erstes Quartal 2000“ und „SAP-Abhängigkeit“ seien keine Gründe (mehr) die Plaut-Aktie zu meiden, da zum einen der Jahreswechsel in den meisten Unternehmen ohne größere Probleme bewältigt worden und nun mit der Erteilung aufgeschobener Aufträge zu rechnen sei, und zum anderen Plaut „nicht auf die Produkte des ERP-Riesen fixiert“ sei, so Knotz, sondern sich lediglich nach den Wünschen der Kunden, die SAP R/3 in hohem Maße einsetzen, richte.

Ein Kurs/Gewinn-Verhältnis in Höhe des Branchendurchschnitts von 30-35 wäre deshalb auf jeden Fall gerechtfertigt, so AC Research, zumal das Unternehmen in den nächsten Jahren mit 35% p.a. überdurchschnittlich stark wachsen wolle. Mittelfristig sind den Experten nach Kurse von über 45 Euro erreichbar. Schließlich würden schon bald die 2001er Gewinnschätzungen als Bewertungsgrundlage dienen. Und hier seien für Plaut durchaus Werte von über 1,50 Euro pro Aktie erreichbar.




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